Dienstag, 22. Juni 2010

Kurzmeldungen vom 22.06.2010

Meldungen werden ggfs. bis 24 Uhr aktualisiert

- Geldvermögen wieder gestiegen
"Das Geldvermögen der Deutschen ist im vergangenen Jahr um 239 Mrd € gestiegen und erreichte insgesamt 4,67 Billionen €. 2008 war das Geldvermögen noch in Folge der Finanzkrise gesunken. Vor allem das Aktienvermögen war extrem kräftig zurückgegangen und betrug Ende 2008 nur noch 169 Mrd €. 2009 sind die Aktienbestände (+ 12 Mrd €) und vor allem die Investmentfondsanteile (+ 51 Mrd €) der privaten Haushalte wieder etwas gestiegen. "
Quelle: bankenverband.de
Kommentar: Die Vermögensverteilung sieht so aus:
1 % der Bevölkerung besitzt über 20 % des gesamten Vermögens in Deutschland - und damit mehr als die unteren 80 % der Bevölkerung zusammengenommen. Die reichsten 10 Prozent besitzen inzwischen fast zwei Drittel des Volksvermögens. Zwei Drittel der Bevölkerung haben kein oder nur ein geringes Vermögen, ungefähr die Hälfte der Bundesbürger hat kein Vermögen und lebt unmittelbar vom Einkommen. (Quelle: de.wikipedia.org)

Ob man vom Aufschwung oder Einkommen redet. Statistisch auf alle Bürger verteilt sieht es super aus, es geht uns besser! In Wirklichkeit rafft sich eine sehr winzige Elite auf Kosten (fast) aller Normalbürger ein unglaubliches Vermögen zusammen! Den Massen, Millionen von arbeitenden und arbeitslosen Deutschen, geht es immer schlechter! Deswegen versucht die Elite die "Idioten" ganz unten mit einem uralten Trick in Schach zu halten: Der Pöbel, den die Elite für ihren Profit (aus-)nutzt, wird gegeneinander ausgespielt. Man will, dass sich die ganz am Boden streiten, um von sich abzulenken. Das klappt noch toll, da viele unten sich zu Unrecht zu einer besseren Schicht zählen (Einbildung) und womöglich FDP wählen...

- Bessere Haushaltslage schürt Zweifel am Sparpaket
"Von über 80 Milliarden Euro Nettoneuverschuldung in diesem Jahr ging der Minister damals aus. Nachdem keiner mehr über eine Steuerreform redet, stellt sich heraus, dass die Neuverschuldung um 15 Milliarden Euro niedriger ausfallen wird – der Konjunktur sei Dank."
Quelle: welt.de
Kommentar: Dies ist die heutige Medienfarce: Man baut die enorme Staatsverschuldung bloß um eine geringere zusätzliche Neuverschuldung als vorher geplant aus. Die Staatsverschuldung auf Rekordhoch steigt immer noch um eine Rekordsumme! Es können jederzeit weitere Milliarden dazukommen, wenn unsere Politiker mal wieder die Elite retten müssen...

- Deutscher Mittelstand erlebt eine Pleitewelle
"Trotz der Konjunkturerholung ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland weiter gestiegen. Im ersten Halbjahr 2010 mussten bundesweit 17.360 Betriebe Insolvenz anmelden, berichtet die Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Das sind gut sieben Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Betroffen sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen."
Quelle: welt.de
Kommentar: Soviel zum Aufschwung! Sollte es wirklich einen Aufschwung geben, profitiert davon wieder etwa 1% der Bevölkerung. Die Massen werden weiter mit Billiglöhnen etc. ausgebeutet...

- US: Verkäufe gebrauchter Häuser unerwartet gesunken
"In den USA sind die Verkäufe gebrauchter Häuser im Mai um 2,2 Prozent auf saisonbereinigt angepasst 5,66 Millionen gesunken."
Quelle: boerse-go.de
Kommentar: Fast jede (schlechte) Meldung berichtet von Unerwartetem...

- Gastgewerbeumsatz im April 2010 real um 2,0% gesunken
"Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im April 2010 nominal 1,0% mehr und real 2,0% weniger um als im April 2009. Der Umsatz im Gastgewerbe war im April nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal 0,7% und real 1,0% niedriger als im Vormonat."
Quelle: destatis.de

- EZB will Staatsanleihenkauf drosseln
"Mit Graus schaut Chefvolkswirt Jürgen Stark auf die dreistelligen Milliardenbeträge, die von der Fed während der Finanzkrise für Staatstitel ausgegeben wurden. Die Intervention in der Euro-Krise dürfe in Europa nicht ausarten. [...] Bis Ende vergangener Woche hat die EZB den Kauf von Staatsanleihen im Volumen von 51 Mrd. Euro abgewickelt. Die Menge nahm damit im Wochenvergleich wieder etwas ab. "
Quelle: ftd.de
Kommentar: Sollten die Zahlen stimmen, ist es noch keine besonders große Summe...

- ifo Geschäftsklimaindex leicht gestiegen
"Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Juni geringfügig verbessert. Die Unternehmen sind mit ihrer momentanen Geschäftssituation zufriedener. Die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr schätzen sie jedoch den zweiten Monat in Folge etwas weniger optimistisch ein."
Quelle: cesifo-group.de Als PDF-Datei
Kommentar: Die Geschäftserwartungen verschlechterten sich... Geht man nach dieser Umfrage, müsste die Wirtschaft im top Zustand der "Schröder-Aufschwungszeit" sein.