Freitag, 16. April 2010

Meldungen des Wochenendes (16.-18.04.2010)

Meldungen werden ggfs. bis Sonntag 24 Uhr ergänzt

- Finanzexperten: Belastungen durch Beamtenpensionen explodieren
"„Die Lage der Beamtenversorgung ist so alarmierend wie die Finanzkrise“, warnt die Finanzexpertin Gisela Färber von der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer."
Quelle: wiwo.de
Kommentar: Den Beamtenstatus sollte man fast völlig abschaffen. Wieso müssen z.B. fast alle Lehrer Beamte sein? Länder, in denen es nicht so ist, haben keine schlechtere Schulbildung. Der Staat sollte fast alle seine Mitarbeiter regulär einstellen.

- Junge Arbeitslose müssen bald Jobangebote annehmen
"Alle Hartz-IV-Empfänger unter 25 sollen künftig binnen sechs Wochen vermittelt werden. Bei Ablehnung werden Leistungen gekürzt. So jedenfalls hat es Guido Westerwelle angekündigt"
Quelle: zeit.de
Kommentar: Sehr kluge Idee! Blöd bloß, dass es nicht genug Arbeitsplätze gibt! (S. genug Blogtexte zum Thema) Im Prinzip handelt es sich um Lohndumping, die Chefetagen freuen sich schon, da man die Jugendlichen zum Großteil in Zeitarbeit usw. schicken wird. Bereits als "Jugendlicher" will man die Massen daran gewöhnen ein (Lohn-)Sklave zu sein! Mini-Lohn, wenig Rechte, keine (echten) Boni und "Vergünstigungen" aber alle Pflichten. Sollte diese Pflicht zur Annahme von Jobs kommen, ist es klar als weiter Schritt zum totalitären Staat zu sehen. Immer mehr Zwangsmaßnahmen!

- Der Fall Griechenland soll vor Gericht
"Verfassungsrechtler und Ökonomen wollen einen Eilantrag in Karlsruhe stellen, das Rettungspaket der EU für die hochverschuldeten Griechen zu verhindern."
Quelle: tagesspiegel.de
Kommentar: Viel Erfolg!

- Gesperrter Luftverkehr: Wie die Wirtschaft unter Flugausfällen leidet
"Die wirtschaftlichen Folgen durch die Sperre des Luftraumes in Europa werden für die Fluggesellschaften immer spürbarer. Nach Schätzungen in der Branche schlug die mehrtägige Zwangspause im europäischen Flugverkehr, die durch den Vulkanausbruch in Island ausgelöst wurde, mit einem weltweiten Umsatzausfall von rund 1 Milliarde Dollar in der Branche zu Buche. [...] Immer dramatischer wird die Lage auch bei der Fracht. [...] Schwierig aber werde es allmählich für terminbezogene Medizin-, Nahrungs- oder Modeerzeugnisse. „Bleibt der Luftraum über Europa noch länger geschlossen, könnte es zu Versorgungsengpässen kommen“, warnte der Sprecher. Für verdorbene Luftfracht müssen die Linien nicht haften."
Quelle: faz.net
Kommentar: Alles angeblich zur Sicherheit! Nachgeprüft, ob überhaupt der Hauch einer Gefahr besteht, hat aber keiner...

- Erste Airline-Chefs stellen Flugverbot in Frage
"Bei der Deutschen Lufthansa hieß es: „Wir haben heute zehn Überführungsflüge von Großraumjets der Typen Boeing 747 und Airbus 340 von München nach Frankfurt durchgeführt. Dabei sind unsere Maschinen bis auf 24000 Fuß, also rund 8000 Meter Höhe, gestiegen“, so Konzernsprecher Klaus Walther. „In Frankfurt wurden die Maschinen von unseren Technikern untersucht. Weder auf den Cockpitscheiben, an der Außenhaut noch an den Triebwerken fanden sie auch nur den kleinsten Kratzer.“ [...] Walther weiter: „Durch das Flugverbot, das ausschließlich auf Computerberechnungen beruht, entsteht ein volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe. Darum fordern wir für die Zukunft, dass vor einem Flugverbot verlässliche Messungen vorliegen müssen.“ Nach Informationen des Blattes ist ein Forschungsflugzeug des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) bislang nicht einsatzbereit gewesen, da die entsprechenden Messgeräte für Vulkanasche erst eingebaut werden müssen. "
Quelle: welt.de
Kommentar: Das Flugverbot ist wie z.B. das Theater um die Schweinegrippe völlig überzogen. In direkter, unmittelbarer Nähe des Vulkans und der "Rauchsäule", bis zu einer Entfernun von max. wenigen hundert KM, mag eine Gefahr für Flugzeuge bestehen, wie auch die einzigen dokumentierten Fälle bestätigen. Tausende Kilometer entfernt und durch keinen einzigen Test belegt(!), jedch nicht, was die Lufthansa-Testflüge bewiesen. In der Entfernung "verdünnt" sich alles längst in den großen Luftmassen stark genug, um keinerlei Gefahr mehr zu sein. Fast immer sind irgendwo auf der Welt Vulkane aktiv, es hätte demnach fast pausenlos Flugverbote geben müssen! Man nahm bislang keine einzige "Höhenmessung" z.B. per Wetterballons vor, ein Skandal! Wieder Angstmache rein auf Behauptung, ohne jeden Beleg für eine Gefahr!

- USA: Bankenpleiten des Wochenendes
Nach kurzer fast pleitenloser Zeit geht es wieder richtig los.
Acht Banken gingen K.O.:
- Riverside National Bank of Florida (3,42 Milliarden* US$ Aktiva)
- City Bank (1,13 Milliarden* US$ Aktiva)
- Tamalpais Bank (628,9 Millionen US$ Aktiva)
- First Federal Bank of North Florida (393,3 Millionen US$ Aktiva)
- Innovative Bank (268,9 Millionen US$ Aktiva)
- Butler Bank (268 Millionen US$ Aktiva)
- AmericanFirst Bank (90,5 Millionen US$ Aktiva)
- Lakeside Community Bank (53 Millionen US$ Aktiva)
Quelle: FDIC.gov (Auf Namen der Bank klicken!)
Kommentar: Total sind immerhin 6,2 Milliarden* US$ betroffen... * (US: Billiarden)

- Großbanken trotzen der Finanzmarktregulierung
"Eine Woche vor dem Treffen der Finanzminister der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) ringen Politiker in Brüssel und Washington im Streit über die Finanzmarktregulierung noch immer um eine gemeinsame Linie. Die Großbanken dagegen ziehen an einem Strang und wehren sich vehement gegen eine schärfere Regulierung."
Quelle: handelsblatt.com
Kommentar: Als Profiteur der selbst verursachten Krise verteidigt man sein Revier. Die Milliardengewinne für quasi NICHTS sollen in Zukunft weitersprudeln!

- Rettungseinsatz für Griechenland rückt näher
"Einen Hilfsantrag aus Athen gebe es allerdings bisher nicht. Auf Bitte Griechenlands sollten jedoch Experten der EU und des IWF bereits am Montag in Athen über die genauen Modalitäten eines möglichen Milliardenkredits beraten. Das Gesamtvolumen der Hilfen der Euro-Länder liegt in diesem Jahr bei maximal 30 Milliarden Euro. Deutschland müsste davon bis zu 8,4 Milliarden Euro tragen. "
Quelle: tagesschau.de
Kommentar: Erst betrog man alle anderen Länder. Dann behauptete man die Lage sei nicht so schlimm. Danach bestritt man Finanzhilfen zu benötigen. Am Montag will Griechenland über die genauen Bedingungen der Milliardenhilfen beraten... Typisches Beispiel der "Politik", wie man schleichend und verlogen die Bevölkerung langsam an negative Dinge heranführt.

- Aldi Süd testet Werbeverzicht in Tageszeitungen
"Es wäre eine Sparmaßnahme mit weitreichenden Folgen: Aldi Süd prüft in der Region Baden-Württemberg den Verzicht auf Anzeigen in Tageszeitungen. Die Printbranche würde das hart treffen - die Lebensmittelkette ist einer ihrer größten Werbekunden."
Quelle: spiegel.de
Kommentar: Nachdem es fast alle Firmen vorgemacht haben, beginnt auch Aldi mit dem Sparen. Was spricht dagegen, wenn es den eigenen Gewinn u.U. stark erhöht? Achso, die armen Tageszeitungen, denen wir so gut vertrauen, da sie alle ganz frei und unabhängig berichten? ;-)

- Fed-Banker sprechen sich für späteren Exit aus
"Der US-Leitzins steht auf historisch niedrigem Niveau - und könnte dort das Ansicht mehrerer Fed-Vertreter auch weiterhin bleiben. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass die Notenbank bei ihrem Treffen Ende des Monats die Lage ähnlich einschätzt."
Quelle: ftd.de
Kommentar: Stütze für die Börsen! Man will das Spiel noch nicht stören...

- Die Industrie baut weiter Stellen ab
"Das Verarbeitende Gewerbe zählte im Februar noch gut 4,9 Millionen Beschäftigte. Das waren 242.500 oder 4,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. [...] Insgesamt dürften 2010 bis zu 200.000 Industriejobs wegfallen."
Quelle: faz.net & destatis.de
Kommentar: Die Firmen sparen sich in die Gewinnzone und melden dann tolle Zahlen, die jedoch nicht auf einem Aufschwung beruhen... Ps. Kommentar beim Artikel lesen!

- US: Konsumvertrauen Uni Michigan enttäuscht deutlich
"In den USA ist der Verbrauchervertrauens-Index der Universität Michigan im April von 73,6 Punkten im März auf 69,5 Punkte gesunken. Der Konsens sieht dagegen eine Verbesserung auf 75 Punkte vor."
Quelle: boerse-go.de
Kommentar: Nach dem Rückgang steht der Index immer noch "unglaublich" hoch. Die Arbeitslosigkeit wirkt sich kaum aus...

- Credit Risk Report: Portugal-CDS-Spread weitet sich kräftig aus
"Nach Griechenland könnte an den Märkten nun Portugal als nächster Kandidat für eine Stützungsaktion gehandelt werden. Denn trotz einer erfolgreich verlaufenen Platzierung von zwei- und zehnjährigen Staatsanleihen im Umfang von 2 Mrd. Euro Mitte dieser Woche geraten die Portugiesen immer stärker unter Druck. Investoren gehen zunehmend dazu über, sich gegen einen möglichen Ausfall portugiesischer Papiere abzusichern. Deshalb weiten sich die Spreads der CDS immer mehr aus. Aber auch bei den Kassaanleihen sind infolge von Verkäufen Spread-Ausweitungen gegenüber den Bundesanleihen zu beobachten. Bei Portugal vollzieht sich die Spread-Ausweitung bei den CDS in dieser Woche ausgesprochen rasant. Binnen eines Monats hat sich der Spread der fünfjährigen CDS nahezu verdoppelt, rund die Hälfte dieser Wegstrecke hat er in den vergangenen vier Handelstagen zurückgelegt."
Quelle: boersen-zeitung.de
Kommentar: Deutschland wird sich schnell zu Hilfen bereit erklären...